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Wer sich bewegt, wird erfasst
Die Datensammelwut schlägt weiter um sich. Bei Zahlen wie 72.000 Kfz-Kennzeichen pro Stunde scanbar wird einem Angst und bange. Ob der Abgleich wirklich nur dort Spuren hinterläßt, wo es auch einen Treffer gab? Zumindest im Ansatz ist es OK die Fahndungsliste lokal in den Streifenwagen zu laden. So könnte der Vergleich lokal vor Ort passieren und nur Treffer werden archiviert. Aber wird das wirklich so gehandhabt? Wer kontrolliert die Kontrollöre?
Da stimmt schon der Einwand der Linken:
Das deutsche Toll-Collect-System zur Maut-Berechnung war von vornherein auf Überwachung angelegt. Nun will die CSU die systematische Bewegungskontrolle auch noch auf private Pkw ausdehnen. Die staatliche Vorratsspeicherung von Kommunikations- und Verkehrsdaten wird immer maßloser.
Die Zukunft und das Ende des Datenschutzes
Definition Changing for People’s Privacy | Guardian Unlimited
Das ist ja mal ein deftiges Zitat:
Privacy no longer can mean anonymity, says Donald Kerr, the principal deputy director of national intelligence. Instead, it should mean that government and businesses properly safeguard people’s private communications and financial information.
Wenn man das so liest, da beansprucht u.a. der Staat aber schon eine gehörige Portion Vertrauen für sich. Ich möchte da denn gerne widersprechen dürfen, aber das kommt sicherlich auch hier noch. Wenn es ja wenigstens nur der eigene Staat wäre, aber die Daten wandern ja durch alle möglichen Regierungen. Und was hat die Wirtschaft da mit zu suchen? Gerade der ist ja noch weniger zu trauen. Eigentlich ist mit der Aussage die schlimmste Befürchtung bestätigt worden.
Dazu passend ist dann die geplante Abhörzentrale vom Bundes-Schäuble. Bundeskriminalamt, das Bundesamt für Verfassungsschutz und die Bundespolizei in einem Haus mit einer Technik? Wo ist denn da bitte noch Vertrauen möglich?




