Bilder von Mautkameras in die USA weitergegeben

heise online – Großbritannien gibt auch Bilder von Mautkameras in die USA weiter

Nicht das man das erwartet hätte, nein, da war ich mir sogar relativ sicher. Aber was die USA mit hunderttausenden von Livekameras anfangen wollen? Wer soll das eigentlich alles anschauen? Oder wird diese Arbeit wieder in Billiglohnländer wie Paktistan ausgelagert? Dann können sich irgendwelche obskuren Heimarbeiter um die innere Sicherheit fremder Länder kümmern.

Massive Ausweitung der genetischen Erfassung

heise online – US-Regierung plant massive Ausweitung der genetischen Erfassung

Wenn das nicht ein weiterer Grund ist, eher nicht in die USA in Urlaub zu fahren. Da muß man ja nur vom dicken texanischen Sherrif mal aus dem Verkehr rechts rangewunken werden und schon darf man mal eben seine DNA mit den Papieren abgeben. Und da der Markt das Recht regelt, wird sich ein reger Austausch dieser Daten zu der Wirtschaft etablieren. Welche Krankenkasse träumt nicht davon ihre Kunden genauer kennenzulernen. Mit so einer DNA-Vergangenheit wird es dann schwierig werden. Steht doch in den Genen womöglich die Gefahr einer potentiellen allgemeinen Sterblichkeit selbiger Person.

Thumbnails voll krass gefährlich illegal

OLG Thüringen: Google-Thumbnails verletzen Urheberrecht – Golem.de

Immer wieder spaßig, wenn sich Gerichte mit Dingen auseinandersetzen, von denen sie nicht zu viel Ahnung haben. Was soll bitte an Thumbnails so furchtbar sein? Das hatte das OLG auch in abgemilderter Form noch nicht richtig begriffen.

… nämlich das Umgestalten der Originalbilder und das Anzeigen von Verkleinerungen bzw. Komprimierungen des aufgefundenen Bildes …

Was ist bitte Verkleinern? Wenn ich im Museum zwei Schritte zurücktrete, dann wird das Bild an der Wand kleiner. Begehe ich damit eine illegale Umgestaltung des Originals? Da sollte man doch den BGH nochmal drüberschauen lassen. Aber eigentlich schade um die ganze Zeit der Gerichte. Die sollen mal was sinnvolles verfolgen. Wie wäre es mit den wirklichen Problemen? Den Verfehlungen mancher Top-Manager? Aber für sowas ist ja dann kaum noch Zeit.

Wegwerfen von CDs verboten?

heise online – Musikindustrie will Wegwerfen von CDs verbieten

Und nein, das ist kein grünes Hirngespinnst aus Öko-Gründen, sondern ein rechtliches Wunsch-Mittel der Musikindustrie. Erst machen die Musik für die Tonne und dann darf man diese nicht mal wegwerfen? Demnächst kommt noch der lebenslange Zwang des Zuhörens, Pause oder Stopp Tasten sind da schon lange abgeschafft worden.

Das ist zwar zugegebener Maßen ein recht weit hergeholtes rechtliches Konstrukt, das Verbot betrifft wohl eher erst mal Radiostationen, aber wenn das erst mal ein unterbeschäftigter Anwalt sieht, da wühlt der Advokat gerne auch mal selber in Restmülltonnen um Kunden zu gewinnen.

Meine CDs kommen alle in einen sicheren Shredder mit Crosscut, da findet keiner mehr irgendwas.

Ohne Verschlüsselung kein Outsourcing

heise online – Indien will Blackberry-Mails abfangen

Mal wieder ein neues Argument gegen das Outsourcing in fremde Länder. Wer gedacht hat man könne mal eben seine sensiblen Daten in Indien bearbeiten lassen, der sollte bei dieser Meldung stutzig werden. Will man wirklich dem Indischen Staat frei Haus seine eigenen Firmendaten oder die seiner Kunden schicken? Warum sollte Verschlüsselung effektiv verboten sein?

Es gibt ja schon einige US Krankenhäuser, die alles in Indien eintippen lassen. Die dortigen Zuarbeiter haben zwar jetzt schon Zugriff auf diese sensiblen Daten, aber wenn das nun gleich automatisch der ganze Staatsapparat dahinter auch hat? Das sollte eindeutig ein K.O.-Kriterium für Outsourcing sein.

Hersteller darf den Verkauf seiner Markenartikel verbieten

heise online – Hersteller darf Händlern den Verkauf seiner Markenartikel bei Ebay verbieten

Und wie man es von Landgerichten so kennt, entscheidet das eine pro und das andere contra, bei ein und der gleichen Problemstellung. So ein Gericht ist eigentlich nur eine hochwertige Lottoannahmestelle. Man kreuzt seinen Klagewunsch an und mit etwas Glück gewinnt man. Nur der Jackpot ist in den USA höher als in Deutschland. Aber ein Glücksspiel bleibt es.

Was soll man eigentlich von einem Hersteller halten, der den Vertrieb seiner Güter so streng reguliert? Wenn das nun was weriges wäre, ein Jaguar oder eine Rolex, da hätte ich ja noch ein wenig Verständnis. Aber ein simpler Schulranzen? Was glaubt der Hersteller denn wer er ist?

Bitte recht freundlich!

heise online – Britische Polizei baut Datenbank mit Porträtfotos zur Gesichtserkennung auf

Kein Tag vergeht, ohne mehr Aktivismus in Sachen Terror. Zumindest werden erst mal nur Fotos von festgenommenen Straftätern in die Datenbank integriert. Aber was bedeutet festgenommen? Sind das nur Verdächtige oder waren diese Personen wirklich angeklagt oder gar verurteilt worden? Das geht da nicht ganz draus hervor.

Dazu wird mal wieder verharmlost, das sich die Balken biegen:

Wir sind es nun gewöhnt, dass unsere Bewegungen auf diese Weise überwacht werden. Für die meisten Menschen ist das kein Problem

Dazu wird stolz verkündet, auf 14 Personen käme eine Kamera. Na super. Und dann soll noch automatisch nach unkonformen Verhalten gesucht werden. Dann aber bitte auch mit automatischer Selbstschußanlage, fragen kann man ja später.

Vorratsdatenspeicherung eingeschränkt

heise online – Bundesverfassungsgericht schränkt Vorratsdatenspeicherung ein

So ist es recht, eine Vorabentscheidung die auf dem richtigen Weg ist. Nun muß nur noch in der Hauptsache entschieden werden, damit das ganze Konzept der Bevorratung gekippt wird.

Nutzen der Vorratsdatenspeicherung wird bezweifelt

Gutachten bezweifelt Nutzen der Vorratsdatenspeicherung – Golem.de

Da hat sich also jemand mal endlich Gedanken über diese Datenflut gemacht, was würde das ganze denn bringen:

ergibt sich, dass die Verfolgung von Straftaten zu gerade einmal 0,002 Prozent durch eine Vorratsspeicherung von Verkehrsdaten effektiviert werden könnte

Wenn man nun die zig Millionen an Kosten dieser Aufklärungsquote gegenüberstellt, könnte man davon alternativ auch gerne hundert Polizisten mehr einstellen, von denen jeder mehr aufklären oder gar verhindern könnte, als die ganze Vorratsdatenspeicherung zusammen. Den Vergleich hat das Gutachten anscheinend leider nicht noch zusätzlich angestellt.

Scotland Yard will DNA-Proben von 5-Jahre alten Kindern

Scotland Yard wants DNA samples from 5-year-olds in case they grow up to be criminals – Boing Boing

Na das ist doch mal eine gute Idee, aber warum erst so spät mit fünf Jahren? So eine Probe sollte doch schon vor der Geburt genommen werden, nicht das das Balg vorher untertaucht. Außerdem hätte der Staat dann die Chance genetisch verdächtig kriminelle Ungeborene gleich vorgeburtlich zu verhaften.

Wie bescheuert kann man eigentlich noch sein bei diesem War on Wisdom?