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Dresdner Bank: 44,6% pro Piraten

Ist das nun ein Gerücht, oder was haben die Mitarbeiter der Bank im Kaffee gehabt?

Fast die Hälfte der Dresdner Bank-Mitarbeiter wird am Sonntag die Piratenpartei wählen. Dies ergab eine interne Umfrage der drittgrößten deutschen Bank, an der 5.547 Mitarbeiter teilnahmen. Die Dresdner Bank beschäftigte in Deutschland zuletzt 22.164 Menschen, weitere 5.433 Mitarbeiter sind im Ausland tätig.

Obwohl ich natürlich nichts gegen so einen Schnitt einzuwänden hätte.

Wahlprogramm oder Vollprogramm?

Nur mal gerade so aus der Presse heraus zitiert. Da wird bemängelt, das es keine Aussage zum Thema Arbeitsmarkt gäbe. Eine andere kleine Partei hingegen verspricht vier Millionen neue Arbeitsplätze.

Was ist nun schlimmer?

  • Eine ehrliche Aussage zu eigenen Themen und der Rest kommt schon
  • Man lügt sich den Wolf damit man zu jedem Thema nicht nur eine Aussage, sondern auch ein Versprechen hat

Der ehrliche, piratige Weg ist mir da lieber.

Klarmachen zum Ändern!

Piratiger Wahlspot

Na das ist aber mal ein echt toll gemachtes Video, auch wenn es inhaltlich etwas dick aufträgt. Wahlkampf mit der Machete ist ja auch nicht ernst zu nehmen.

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Piratenpartei: Brief an die Nichtwähler

Liebe Nichtwähler,

wir schreiben euch diesen Brief, weil ihr die stärkste politische Kraft in diesem Land seid. Bei der Europawahl habt ihr mit 46,7% alle Parteien weit hinter euch gelassen. Bei der kommenden Bundestagswahl werdet ihr voraussichtlich zum ersten Mal stärker als CDU und SPD sein. Herzlichen Glückwunsch!

Wir können es sehr gut verstehen, dass ihr nicht zur Wahl geht. Wir haben von der Politik in diesem Land auch die Nase voll. Alle vier Jahre dürfen wir Bürger unser Kreuzchen für Kandidaten und Landeslisten machen, die von Parteifunktionären in Hinterzimmern aufgestellt werden. Dafür wird uns vor der Wahl in professionell gestalteten Werbekampagnen das Blaue vom Himmel versprochen. Nach der Wahl werden diese leeren Versprechen dann eiskalt wieder einkassiert. Die Sachzwänge sind dann schuld, oder die leeren Kassen.

Zwischen den Wahlen haben wir Bürger ruhig zu sein. Die Politiker wollen bei ihrer wichtigen Arbeit nicht gestört werden. Sie bekommen schließlich von den Lobbyverbänden eine Menge Geld dafür, deren Entwürfe zu Gesetzen zu machen. Von den knappen Diäten kann man ja kaum leben, und es ist auch viel bequemer, die Vorlagen der Lobbyisten zu verwenden, als selbst nachdenken zu müssen.

Kein Wunder, dass dabei oft Gesetze herauskommen, die nichts als Schaden anrichten. Nach dem elften September 2001 wurden zum Beispiel viele Gesetze beschlossen, die uns angeblich vor dem Terrorismus schützen sollen. In Wirklichkeit beschneiden sie unsere bürgerlichen Freiheitsrechte immer mehr. Unsere Daten werden gespeichert, unsere E-Mails gelesen, unsere Computer heimlich durchsucht. Die Politiker behaupten, sie hätten nicht die Absicht, einen Überwachungsstaat zu errichten. Dennoch bauen sie so fleißig daran, dass George Orwell oder die STASI ihre Freude hätten.

Liebe Nichtwähler, wir respektieren es, wenn ihr diesmal wieder nicht zur Wahl geht. Aber wisst ihr eigentlich, dass jede Nichtwählerstimme vor allem den großen Parteien zugute kommt? Wer nicht wählen geht, stärkt die Große Koalition. Wollt ihr das wirklich? Die gute Nachricht: Es gibt bei dieser Wahl eine echte Alternative für Nichtwähler – die Piraten. Wenn ihr eure Stimme nicht an die Altparteien verschenken wollt und ein deutliches Zeichen setzen möchtet, dass sich in diesem Land etwas grundlegend ändern muss, solltet ihr am 27. September Piratenpartei wählen. Wir versprechen euch, dass wir nie etwas versprechen werden, das wir nicht halten können.

Unser Programm ist absichtlich so schlank gehalten, dass ihr genau wisst, wofür wir stehen:

● für die Stärkung der Bürgerrechte und gegen den Überwachungsstaat
● für einen transparenten Staat und gegen den „gläsernen Bürger“
● für eine bessere Demokratie, bei der die Bürger die Politik aktiv mitgestalten können
● für freien Zugang zu Kultur und Bildung

Für diese Ziele werden wir kämpfen. Einen Gemischtwarenladen aus leeren Versprechungen wie die Altparteien bieten wir bewusst nicht an.

Dienstwagen und Pensionen aus der Staatskasse interessieren uns nicht. Wir können unser Geld woanders besser verdienen. Wir gehen nur deswegen in die Politik, weil wir es uns nicht mehr leisten können, sie Menschen zu überlassen, die außer Parteipolitik nichts gelernt haben. Die Lobbyisten werden natürlich versuchen, uns genauso zu bearbeiten wie die Altparteien. Doch wir sind Piraten – wir sind unbestechlich.

Liebe Nichtwähler, ihr habt es in der Hand, etwas in der deutschen Geschichte noch nie Dagewesenes zu schaffen. Wenn ihr bei dieser Wahl ausnahmsweise nicht zu Hause bleibt, sondern die Piratenpartei wählt, wird ein Ruck durch dieses Land gehen.

Wir stehen bei euch im Wort. Wenn wir uns korrumpieren lassen sollten wie die Altparteien, dürft ihr uns abwählen und beim nächsten Mal wieder zu Hause bleiben. Gebt uns dieses Mal eure Stimme und wir werden euch nicht enttäuschen!

Wir sehen uns am 27. September in der Wahlkabine!

Eure Piraten

Reflexartige Überwachungs-Forderungen

Kaum wird jemand tragischer Weise Opfer eines Überfalls, überschlagen sich die Ideen und Forderungen nach allem Möglichen. Was alles gewünscht wird:

  • dass Mobiltelefone auch funktionieren
  • konsequente Videoüberwachung
  • Zivilcourage zu zeigen
  • Höchststrafe für Jugendliche müsse von 10 auf 15 Jahre erhöht werden
  • Täter über 18 Jahre grundsätzlich nach Erwachsenenstrafrecht
  • mehr Sicherheitspersonal

Das ist ja nun eine wilde Mischung. Und knapp die Hälfte kann man als sinnlos wieder mal abwinken.

Wo bleiben die USA-Piraten?

Anscheinend gibt es ja seit einigen Jahren auch die amerikanische Version der Piratenpartei. Leider hört man hier darüber absolut nichts. Die einzigen News aus USA sind die üblichen Schikanen bei der Einreise, wie die willkürliche Durchsuchung von Laptops und anderen Datenträgern. Auch wenn das jetzt erstmalig reguliert wurde, bleibt es staatliche Wirtschaftsspionage und macht als Werkzeug gegen den Terror keinerlei Sinn.

Passwort sagen oder in den Knast

So sind die Zustände also schon, wer Passwörter benutzt und diese nicht freiwillig dem Staat anvertraut, der kann bis zu fünf Jahre Erzwingsungshaft abbekommen. Kein Gerücht, keine Theorie, sondern angewandte Praxis im Mutterland der Demokratie, in England.

Und ganz sicher wird hier jemand diesen Ball aufgreifen und das auch fordern, natürlich für unsere Sicherheit. Da hilft nur eins: Augenklappe auf und …

Klarmachen zum Ändern!

Und noch ein TV-Spot

Dieser Spot kommt erstaunlich seriös rüber, auch die Personen sind so unterschiedlich in Art, Alter und Beruf, daß man anfangs nicht auf die Piratenpartei als beworbene Partei kommen würde. Einmal Lob bitte:

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Scheußlichkeiten, die jede Vorstellungskraft sprengen

Genau das hatte ich schon öfter beim Betrachten der politischen Landschaft gedacht. Wie muß man drauf sein um ein Land so schräg zu regieren? Und wie verschlafen muß eine Bevölkerung sein, die sich so manche Panne bis Lüge gefallen läßt?

Das Internet drohe sonst zu einem rechtsfreien Chaosraum zu werden, in dem hemmungslos gemobbt, beleidigt und betrogen werde

Bitte an obigem Zitat Internet durch Bundestag ersetzen, dann passt es besser.

Und nun äußert sich auch wirklich jeder bislang noch zu Recht unbekannte Politmüll zu Themen, die nur mit Hilfe von sogenannten Beratern verstanden werden. Auch ein Politiker ist da manchmal Opfer seiner eigenen Lobby. Aber dafür kriegt er Geld, daß er sowas eigentlich selbst denkend hinterfragen sollte, bevor er Worte spuckt. Ist aber nur eine trübe Hoffnung von mir.

Klarmachen zum Ändern!

Internet-Zensur, Second edition

Prima Schachzug, Frau Leyen! Ich hatte mich schon gefragt was nach dem Top-Thema Kinderpornografie auf Platz zwei der Salamitaktik gelangen würde. Nun ist es raus: rechte Inhalte im Netz!

Zeitlich gut gelegt, direkt am Auftakt der Wahlkämpfe, wird nun der anscheinend doch nicht so rechtsfreie Raum Internet – Achtung: Wortspiel – angegangen. Wenn man einzelne Parteien schon nicht ordentlich vor Gericht verbieten kann, dann soll doch wenigstens deren Plattform gestört werden. Und wieder ist es ein Thema wo jeder gute Bürger nicht sein sagen wird. Oder erwartet jemand ernsthaft eine ePetition gegen Sperren von Nazi-Seiten?

Bleibt also die Frage nach dem Hattrick, wer macht den Platz drei? Mein Tipp: Glücksspiele im Internet. Das böse ausländische Terror-Lotto, was unseren Staatlichen Kreuzigungsstellen den Umsatz wegklickert.

Das spricht dringend für Klarmachen zum Ändern!

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