Ohne Verschlüsselung kein Outsourcing

heise online – Indien will Blackberry-Mails abfangen

Mal wieder ein neues Argument gegen das Outsourcing in fremde Länder. Wer gedacht hat man könne mal eben seine sensiblen Daten in Indien bearbeiten lassen, der sollte bei dieser Meldung stutzig werden. Will man wirklich dem Indischen Staat frei Haus seine eigenen Firmendaten oder die seiner Kunden schicken? Warum sollte Verschlüsselung effektiv verboten sein?

Es gibt ja schon einige US Krankenhäuser, die alles in Indien eintippen lassen. Die dortigen Zuarbeiter haben zwar jetzt schon Zugriff auf diese sensiblen Daten, aber wenn das nun gleich automatisch der ganze Staatsapparat dahinter auch hat? Das sollte eindeutig ein K.O.-Kriterium für Outsourcing sein.

Vorratsdatenspeicherung eingeschränkt

heise online – Bundesverfassungsgericht schränkt Vorratsdatenspeicherung ein

So ist es recht, eine Vorabentscheidung die auf dem richtigen Weg ist. Nun muß nur noch in der Hauptsache entschieden werden, damit das ganze Konzept der Bevorratung gekippt wird.

Nutzen der Vorratsdatenspeicherung wird bezweifelt

Gutachten bezweifelt Nutzen der Vorratsdatenspeicherung – Golem.de

Da hat sich also jemand mal endlich Gedanken über diese Datenflut gemacht, was würde das ganze denn bringen:

ergibt sich, dass die Verfolgung von Straftaten zu gerade einmal 0,002 Prozent durch eine Vorratsspeicherung von Verkehrsdaten effektiviert werden könnte

Wenn man nun die zig Millionen an Kosten dieser Aufklärungsquote gegenüberstellt, könnte man davon alternativ auch gerne hundert Polizisten mehr einstellen, von denen jeder mehr aufklären oder gar verhindern könnte, als die ganze Vorratsdatenspeicherung zusammen. Den Vergleich hat das Gutachten anscheinend leider nicht noch zusätzlich angestellt.

Total Information Awareness Program

heise online – Heimliches Überwachungsprogramm des US-Geheimdienstes NSA

Total Information Awareness Program (TIA)

Alleine der Name ist ja schon eine Bedrohung. Und jede Behörde schnüffelt schön selber vor sich hin, damit man nie alle auf einmal unter Kontrolle bringen wird. Ganz so heimlich wird das Programm im übrigen ja nun auch nicht sein. Diese Massen an Daten brauchen auch viele Mitarbeiter zum durchsuchen oder Programmieren der Durchsuchung. Und wenn das sogar schon in Deutschland in der Presse steht, dann wissen es die Amerikaner selber schon lange.

Leider wird man bis zum Erscheinen dieser Beiträge immer erst nur als Spinner und Verschwörungstheoretiker verschimpft. Wenn es dann in der Presse steht glaubts der Rest dann auch.

Verstaatlichung der Telkos

Linke will Breitband-Internetanschluss als Grundversorgung – Golem.de

Deklaration als Universaldienst gefordert

Das geht wohl nur, wenn es einen staatlichen Betreiber gäbe. Oder hatten wir das nicht schon mal? Damals hatte es dieser dann schlußendlich auch Monopolist werdende Betrieb immerhin bis zum BTX geschafft, technisch wäre ja nicht mehr möglich, so die feste Überzeugung damals. Will den Zustand wirklich jemand? Niedrigster gemeinsamer Standard und keinerlei Investitionen in dem Bereich?

Da hat wohl jemand zu populär gedacht, ach ja, es sind ja Wahlen am Sonntag. Gut gebrüllt, zahnloser Löwe!

Neues Unwort: “Pseudonymes Surfen”

Elektronischer Ausweis ermöglicht pseudonymes Surfern – Golem.de

Der Begriff Pseudonym klingt eigentlich viel zu positiv. Hört sich fast wie anonym an, ist also was gutes. Aber es ist doch nichts anderes als eine exakte Zuordbarkeit mit dem Nutzer. Die Pseudonyme werde eindeutig sein müssen, also fast das gleich wie die SSN in USA, oder die lebenslange Steuernummer hier. Ist das wirklich ein Fortschritt?

Als nächstes kommt dann Surfen nur noch mit eingelegter Karte. Der ISP ist aus dem Schneider, die MI freut sich und der Datenschutz ist Pseudo-vorhanden.

Das Kreuz mit den Wahlmaschinen

heise online – Verwirrende Wahlmaschinen

Sicherheit ist wichtig, doch das ist eigentlich einer der Bereiche, in denen die Maschinen nicht ständig versagen

Das Nutzerinterface ist wirklich das wesentliche. So ein klassischer Papierwahlzettel ist da im Normalfall das Vorbild. Genau so einfach sollte Wählen sein. Leider verkomplizieren es die Menschen, manchmal sogar freiwillig.

Da kommt erst mal der Punkt mit der Zweitstimme hierzulande. So richtig erklären kann es kaum einer und es ist eigentlich unnötig.

Dann kommen manche Gerechtigkeits- und Demokratie-Exzesseriche auf die Idee des Kumulierens und Panachierens. Ich kann die Worte weder richtig schreiben, noch will ich den Kram nutzen. Jeder Wahlzettel der größer ist als meine Handfläche fällt fachlich durch.

Auf das komplexe Niveau kommen dann wohl auch die Touchscreen Oberflächen der Wahlcomputer. So ein reinzoomen ist zwar eine nette Idee, aber wer will das denn nun wieder bedienen können? Jedes Reinzoomen läßt auch äußere Bereiche unsichtbar werden, war da gerade mein Favorit? Also auch bedenklich.

Zusammenhang zwischen Wahlcomputereinsatz und Wahlbeteiligung

heise online – Kritiker sieht Zusammenhang zwischen Wahlcomputereinsatz und Wahlbeteiligung

Mancher Wähler, der in der Vergangenheit Schwierigkeiten mit der Bedienung der Wahlgeräte hatte, ist in diesem Jahr vermutlich gleich zuhause geblieben … Die mangelnde Transparenz einer Computerwahl und die fehlende Überprüfbarkeit des Ergebnisses tragen offensichtlich zur Wahlmüdigkeit bei.

Und noch ein Argument gegen Wahlcomputer und diesmal sogar direkt für jeden Laien nachvollziehbar. Wenn in manchem Wahlbüro ganze 45 Minuten gewartet werden musste, da vergehts dem besten Demokraten noch was ankreuzen, nein, drücken zu wollen.

Outsourcing mit Risiken

Internetprobleme in Indien und Arabien dauern an – Golem.de

Indirekt sind damit auch Unternehmen aus Europa und den USA betroffen: Viele von ihnen haben Arbeitsprozesse nach Indien ausgelagert.

Ein wenig Schadenfreude den Firmen gegenüber muß hier erlaubt sein. Erst werden die guten aber zu teuren Jobs nach Indien verschenkt und dann wundert man sich über Abhängigkeiten. Da können die inzwischen arbeitslosen IT-ler wenigstens ihren Jobs mal grinsend hinterherwinken. Hoffentlich bringt es wenigstens eine Firma mehr dazu nicht auszusourcen.

Cross-Site-Clothing

Häftlings-Kleidung: Der Knast sieht rot | Nachrichten | hr

Das haben die ja schnell gemerkt. Häftlinge und Polizei tragen beide dunkelblau! Und am Ausgang wird dann munter verwechselt. Das ist die erste Version vom Cross-Site-Clothing! Oder Denial-by-Color? Wer hat mehr?