Kündigung nach Kritik an Internetsperren
Der Filz der Staats-nahen Betriebe mit der Politik verwoben ist für manchen aufrechten Bürger der Karriere-Genickbruch. Diesmal hat es in Frankreich einen Webdesigner seinen Job gekostet.
Er hatte sich privat per eMail an seine Abgeordnete gewandt und das Loi Hadopi kritisiert. Ein paar Wochen später hat sein Vorgesetzter bei TF1 wörtlich aus seiner eMail zitiert und ihn gefeuert!
Da lief ja wohl einiges ungestzliches, erst mal der Datenschutz, dann der Kündigungsschutz, arbeitsrechtlich ist das sicher auch in Frankreich nicht in Ordnung. Aber bei der Verflechtung:
Die Fernsehsenderkette TF1 gehört einem Konsortium um den Milliardär Martin Bouygues, den Forbes zusammen mit seiner Familie zu den 300 Reichsten in der Welt zählt. Bouygues ist Pate des Sohnes von Präsident Nicolas Sarkozy. Das Loi Hadopi wird von Präsident Nicolas Sarkozy energisch befürwortet und vorangetrieben.




